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Sturm übernimmt mit Heimsieg gegen Altach die Tabellenführung

Published: März 16, 2026
Sturm übernimmt mit Heimsieg gegen Altach die Tabellenführung

Der SK Sturm Graz startet als Tabellenführer in die Meistergruppe der Admiral Bundesliga. Die Steirer setzten sich am Sonntagnachmittag im Stadion Graz-Liebenau mit 2:0 gegen den SCR Altach durch und übernahmen damit die Spitzenposition von Red Bull Salzburg. Jacob Peter Hödl (58.) und Belmin Beganovic (84.) sorgten vor 15.007 Zuschauern für die entscheidenden Treffer des Titelverteidigers.

Trainer-Duell mit besonderer Note

Das Aufeinandertreffen hatte eine besondere Vorgeschichte: Altach-Coach Ognjen Zaric hatte zu Jahresbeginn den Trainerposten bei Sturm an Fabio Ingolitsch abgegeben und war anschließend zu den Vorarlbergern gewechselt. Wie skysportaustria.at berichtet, vertraute Zaric derselben Startformation, die am Mittwoch den historischen Einzug ins Cup-Finale gegen Salzburg geschafft hatte. Ingolitsch musste hingegen auf den gesperrten Mittelfeldchef Jon Gorenc Stankovic verzichten und gab dem 17-jährigen Luca Weinhandl sein Startelf-Debüt in der Bundesliga.

Ausgeglichene erste Halbzeit ohne Tore

Die Partie begann vielversprechend für die Hausherren. Bereits in der sechsten Minute hätte Hödl für die Führung sorgen können, doch Filip Milojevic klärte in höchster Not vor der Torlinie. Die Altacher ließen sich davon nicht beeindrucken und kamen mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel. Nach einer halben Stunde zeigte Sturm-Keeper Matteo Bignetti seine Klasse und parierte einen gefährlichen Kopfball von Patrick Greil mit einem starken Reflex.

Auf der Gegenseite vergab der Ex-Altacher Paul Koller gleich zweimal per Kopf (32., 42.). Die Vorarlberger, deren Hoffnungen auf die Meistergruppe aufgrund der Zwischenergebnisse in anderen Stadien schwanden, drückten weiter auf die Führung. In der 36. Minute rettete Sturm-Abwehrchef Jeyland Mitchell doppelt in höchster Not, während Bignetti kurz vor der Pause erneut bei einem Schuss von Vesel Demaku zur Stelle war.

Was bedeutet das für Fans?

Für die Sturm-Anhänger ist die Tabellenführung vor der entscheidenden Saisonphase ein optimaler Ausgangspunkt. Der Titelverteidiger geht mit dem psychologischen Vorteil in die Meistergruppe und hat gezeigt, dass er auch in schwierigen Phasen die nötige Kaltschnäuzigkeit besitzt. Die Altach-Fans können hingegen stolz auf ihre Mannschaft sein, die trotz der Niederlage eine beachtliche Saison gespielt hat und nun im Cup-Finale auf den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte hoffen darf.

Hödl bringt Sturm auf Siegkurs

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Sturm den Druck. Ein vermeintlicher Führungstreffer von Mitchell wurde wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt (51.). Kurz darauf war es aber so weit: Seedy Jatta tanzte am linken Flügel Benedikt Zech aus und bediente Hödl im Zentrum perfekt. Der 19-jährige Flügelspieler ließ sich nicht zweimal bitten und traf mit einem platzierten Schuss ins linke Eck – sein zweites Saisontor. Laut laola1.at hätten die Grazer fast direkt nachgelegt, doch Ryan Fossos Lupfer verfehlte das Tor nur knapp.

Beganovic macht alles klar

Die Vorentscheidung fiel in der 77. Minute, als Zech nach einer Notbremse die Gelb-Rote Karte sah. In Überzahl drückte Sturm auf das zweite Tor und wurde belohnt: Beganovic, der erst sechs Minuten zuvor eingewechselt worden war, zirkelte einen sehenswerten Distanzschuss zum 2:0-Endstand in die Maschen. Für den „Joker“ war es bereits das dritte Saisontor.

Einordnung: Spannender Titelkampf erwartet

Die Konstellation vor der Meistergruppe verspricht einen der spannendsten Titelkämpfe der letzten Jahre. Wie Diskussionen auf r/soccer zeigen, ist die Liga so ausgeglichen wie selten zuvor. Nach der Punkteteilung werden nur noch drei Punkte zwischen dem Ersten und Sechsten liegen – ein Novum in der österreichischen Bundesliga. Sturm hat sich mit dem Sieg die beste Ausgangsposition verschafft, doch bei dieser Enge kann sich das Blatt schnell wenden.

Ausblick: Alle Optionen offen

Mit der Tabellenführung im Rücken geht Sturm selbstbewusst in die heiße Phase der Saison. Die Erfahrung als Titelverteidiger könnte sich als entscheidender Vorteil erweisen, wenn der Druck in den kommenden Wochen steigt. Altach hingegen kann sich voll auf das Cup-Finale konzentrieren und dort Geschichte schreiben. Für beide Teams war dieser 22. Spieltag wegweisend – allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen für die kommenden Aufgaben.