Skiweltcup Abfahrt der Herren in Saalbach Hinterglemm Leogang am 21.2.2015

Veranstaltungsdatum: 
Samstag, 21. Februar 2015
Skiweltcup Saalbach Hinterglemm

Die schwierige Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm war für die österreichischen Abfahrer ein guter Boden. Nach 9 Jahren feiern die Österreicher wieder einen Dreifachsieg bei einer Abfahrt. Max Franz legte mit Startnummer 9 eine tolle Fahrt vor. Erst Matthias Mayer kann in an der Spitze abfangen, jedoch nur um 2 Hundertstel. Auch Hannes Reichelt fährt beeindruckend und wird Dritter. Kjetil Jansrud wird nur 14. und kann somit nur wenig Punkte auf Marcel Hirscher gutmachen.

  1. Platz: Matthias Mayer - Österreich
  2. Platz: Max Franz - Österreich
  3. Platz: Hannes Reichelt - Österreich

Bericht zum Skiweltcup in Saalbach Hinterglemm

 

„Das wird ein gewaltiges Rennen“ - Skiweltcup Abfahrt der Herren in Saalbach Hinterglemm Leogang

FIS-Renndirektor Hannes Trinkl schwärmt von der Weltcupstrecke am Zwölferkogel!

Hannes TrinklHannes Trinkl, Abfahrts-Weltmeister von 2001, ist seit 2014 als FIS-Renndirektor für die Speed-Bewerbe verantwortlich. Er ist am vergangenen Sonntag direkt aus Kitzbühel zum Lokalaugenschein nach Saalbach Hinterglemm gekommen. Hier hat er am frühen Morgen gemeinsam mit Bartl Gensbichler, dem Obmann des Skiclubs Saalbach Hinterglemm, die Rennstrecke am Zwölferkogel inspiziert.

Hannes Trinkl war hellauf begeistert von der im Vergleich zur WM 1991 noch attraktiveren Rennstrecke, auf der am 21./22. Februar Abfahrt und Super G ausgetragen werden. Das Comeback von Saalbach Hinterglemm im Audi FIS Ski Weltcup nach 13-jähriger Pause ist zugleich die WM-Revanche, zumal zuvor vom 3. bis 15. Februar in Vail/Colorado die alpinen Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

Und so fällt Trinkls Diagnose aus: „Im oberen Teil haben wir viel Gelände und einen ordentlichen Sprung, dann folgt ein Highspeed-Bereich mit anspruchsvollen Kurven. Nach einer Traverse mit Sprung folgt Gott sei Dank ein etwas ruhigerer Streckenabschnitt, dann geht es wieder durch tolle Kurven in einen flacheren Teil. Und der wunderschöne Zielsprung ist ein perfektes Finale.“ Das Resümee des FIS-Renndirektors: Rennläufer und Skifans dürfen sich auf eine gewaltige Abfahrt und einen ebenso spektakulären Super G freuen. „Ja, in dieser Strecke ist alles drinnen, was wir von der FIS wollen. Die Strecke am Zwölferkogel hat einen eigenen Charakter, den wir sonst nirgends haben im Weltcup“, sagte Trinkl. Welche Siegerzeit ist zu erwarten? „Um die zwei Minuten.“

Kann sich Hannes Trinkl vorstellen, dass Saalbach Hinterglemm zum fixen Speed-Klassiker werden kann im Audi FIS Ski Weltcup? „Ich würde es mir wünschen“, meinte der gebürtige Oberösterreicher, der in seiner Karriere neben WM-Gold noch sechs Weltcuprennen gewonnen hat (5 Abfahrten, 1 Super G). Die WM 1991 in Saalbach Hinterglemm hat Trinkl, damals 23 Jahre alt, nur daheim vor dem TV-Schirm erlebt. Spontan erinnert er sich an die „tolle Siegesfahrt von Stephan Eberharter im Super G und an den unvergesslichen Rudi Nierlich.“

Und wie geht es dem Ex-Rennläufer in seinem neuen Job? „Ein paar Sachen sind sehr lustig“, verrät Trinkl, „etwa die Arbeit mit den Rennläufern, Trainern und Veranstaltern. Aber dass ich so viel unterwegs bin, daran habe ich mich noch nicht gewöhnt.“ Und wie lebt Trinkl mit der großen Verantwortung, die er als FIS-Renndirektor für die Sicherheit der Athleten trägt? „Der Druck und die Anspannung sind extrem. Kitzbühel war das beste Beispiel dafür. Erst wenn die ersten fünf Läufer im Ziel sind, dann fühle ich mich wohler.“

Auch für Bartl Gensbichler als Mitglied des Organisationsteams ist das Weltcup-Comeback in Saalbach Hinterglemm ein ganz besonderes Ereignis. „Ja, es ist höchste Zeit, dass so ein Großereignis wieder in unserem Skigebiet stattfindet. Wir haben für so ein Rennen einfach super Pistenverhältnisse und auch die idealen Infrastrukturen in Saalbach Hinterglemm. Alle, vom Hotelier bis zum Mitarbeiter der Bergbahnen, stehen voll dahinter und geben ihr Bestes, damit es eine gelungene Veranstaltung wird. Es ist einfach toll, das zu erleben.“