Das harte Los des Stärkeren

Das harte Los des Stärkeren - Motivationsspruch für deinen SportAller Anfang ist schwierig, keine Frage, denn jede lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Und je länger die Reise wird, um so mehr Herausforderungen, Hürden und unerwartete Aufgaben stellen sich uns in den Weg. Schneller Erfolg ist meist auch nur von kurzweiliger Dauer, Nachhaltigkeit passiert meist in der nachhaltigen Vorbereitung darauf.

Ein hohes Niveau zu erlangen ist eine Sache. Dieses Niveau zu halten oder gar zu steigern, ist ein ganz anderes Thema!

Sehr treffend formulierte es ein Wiener Namens Hans Hölzel, besser bekannt unter seinem Künstlernamen "Falco", als er erfuhr, dass er mit dem Song "Rock me Amadeus" im Jahr 1985 die US-Charts stürmte. Nun war er ein weltbekannter Super-Star. Nun hat er das Höchste erreicht, was er jemals zu erreichen vermochte. Es gab nun keine Steigerung mehr in seinem Leben, und das machte den sensiblen Hans Hölzel das Leben zur Hölle. Er erkannte sofort, dass ihn die Öffentlichkeit ab nun nur mehr an diesem Erfolg wird messen wollen. Jede künftige Errungenschaft in seinem Leben, die nicht so erfolgreich ist, wird dazu beitragen, dass sein Image darunter leidet.

ACHTUNG: Das ist die Gefahr, wenn man seine Motivation aus extrinsischen Motiven heraus bezieht. Die Form der "externen" Anerkennung im Sport ist ein sehr weit verbreitetes und starkes Motivationsmotiv, um sportliche Leistung zu vollbringen. Dies wird in Hollywood-Filmen tagtäglich suggeriert und als heldenhaft dargestellt, wenn man Leistungen vollbringt, welche über Jahrhunderte der Menschheit in Erinnerung bleiben. Auch Hans Hölzel unterlag dieser Form der Motivation. Eine wesentlich gesündere Variante ist die intrinsische Motivation, die wir uns selbst schenken.

Das harte Los des Stärkeren im Sport

Genauso wie es sich im Show-Business verhält, ist es auch im Sport beinharte Realität, dass Erfolg und sportliche Höchstleistungen viel Freud und Leid mit sich bringen. An einem Tag bist du der Held der Nation, am nächsten Tag wird in den Boulevard-Zeitungen über dich hergezogen, wenn du diesem hohen Niveau plötzlich nicht mehr entsprichst. Dieses Phänomen, im Spitzensport wohl täglich Brot, zieht aber bereits auch im Hobby- und Amateursport in kleinerem Rahmen seine Kreise. Dies geht soweit, dass Athlet/innen erst gar nicht bei Wettkämpfen starten, wenn sie sich nicht sicher sind, ihre "alte" Bestzeit zu schlagen. Die Angst vor dem Gerede und der Schmach aus dem Umfeld lässt sportliche Entwicklung und Freude am Wettkampf im Keim ersticken.

Der Stärkere muss immer Stärke beweisen um sich treu zu bleiben

Ein völlig falscher Ansatz, der von sich und dessen Potenzial Unmögliches verlangt. Speziell im ambitionierten Hobbysport ist es fatal und obendrein unnötig, die eigene Wertschätzung auf dieser Annahme aufzubauen. In Wirklichkeit ist es vernünftig, schlau und stark, sich auch seine Schwächen einzugestehen und einfach Mensch zu sein, der schwach sein darf.

Seine Stärken zu verbessern bedeutet auch härter daran zu arbeiten

Wer glaubt, dass es mit steigender Leistungsfähigkeit einfacher wird, der wird irgendwann eines Besseren belehrt. Durch ein höheres Niveau werden auch die Anforderungen daran gesteigert. Dies erfordert in der Regel mehr Zeit, mehr Disziplin, mehr Know-How und in der Regel auch mehr Verzicht auf andere Lebensbereiche. Insofern wird diese Bürde / Ehre nur jenen zuteil, die sich für das Los des Stärkeren entschieden haben. Ob Neid und Missgunst aus den Reihen der "Schwächeren" gerechtfertigt ist, sei dahingestellt ...

Die gute Nachricht: es gibt jede Menge Motive und Motivation um seine Fähigkeiten zu verbessern

Eine tolle Variante um sich aus eigener (intrinsischer) Motivation heraus zu verbessern, und neue sportliche Ziele in Angriff zu nehmen, ist der positive Blickwinkel auf die bis dato noch unbekannten Aspekte der eigenen sportlichen Leistungsfähigkeit. Das prickelnde Gefühl von neuem Territorium, welches wir betreten, wenn wir ein neues Kapitel unseres Sporttagebuches aufblättern und zu schreiben beginnen. Vielleicht gibt es Gleichgesinnte und Sportler/innen mit ähnlichem Niveau und Anforderungen, die einem dabei helfen können.

Und "last but not least" wird es bestimmt wieder Podestplätze und Medaillen als Motivationsschub geben, die einem wieder daran erinnern, wie schön ist sein kann, auch extrinsische Motivation zu erhalten.


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