Freies Laufen versus geplantes Lauftraining - 2 Welten, viele Ansätze

In zahlreichen Lauf-Motivationsvideos wird das Laufen „im Hier und Jetzt“ als Erlebnis der besonderen Art dargestellt. Und in der Tat erreicht dieser Gedanke viele Läuferherzen. Besonders gut hat das beispielsweise das Strava-Video Run with us geschafft, den besonderen Moment des Laufens einzufangen.

Laufen im Sinne von Freiheit und Ausgleich zum Alltag

Sonntag Morgen, die Welt schläft noch, Luft und Witterung sind klar und kühl. Rein in die Laufschuhe und raus auf die Straße, den Trail oder sonst wo das Lauferlebnis von Neuem erlebt werden kann. Ganz gleich wie lange, wie schnell oder langsam, wie hoch oder flach es dahin läuft, gelaufen wird so lange es Spaß macht und bis der Bewegungsdrang gestillt ist, ganz nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Geplantes Lauftraining ist hier kein Thema, die Trainer heißen „innerer Schweinehund“ und „Bauchgefühl“. Ein wunderbarer Ansatz für Hobbyläufer/innen, die den Laufsport als Ausgleich zum Alltagsleben sehen und sich keine besonderen Gedanken über Leistungssteigerung und Wettkampfteilnahmen machen. Laufen zum „Kopf-frei-bekommen“, zum „Nachdenken“, zum „Verarbeiten“ und zum „Entschleunigen“! Ja, da wirkt bereits ein kurzes Läufchen wahre Wunder, kommen wir doch als neuer Mensch vom Lauf zurück und sind frisch aufgeladen für neue Herausforderungen im Alltag. So zumindest der erwünschte Idealzustand, der durch Laufen herbeigesehnt werden will.

Freies Laufen versus geplantes Lauftraining

Freies Laufen versus geplantes Lauftraining

Grundsätzlich zwei komplett verschiedene Ansätze um Laufsport regelmäßig zu betreiben. Das freie Laufen ist schön und bietet reichlich Platz für „was auch immer“  jemand sich davon erwartet. Nur eine sportliche, leistungsorientierte Entwicklung ist hier höchstwahrscheinlich nur bedingt möglich, daher sollte man sich in diesem Bereich nicht allzu viel erwarten. Ganz anders sieht das hingegen bei Läufer/innen aus, die einem Trainingsplan mit Laktatmessung folgen und hart an ihren persönlichen sportlichen Zielen arbeiten. Dadurch verändert sich Vieles in vielerlei Hinsicht. Dabei heben sich besonders drei Aspekte hervor:

  • Physiologische Entwicklung durch gezielte Leistungssteigerung
  • Mentale Entwicklung durch oftmals auch schmerzhafte Erfahrungswerte
  • Neue Sichtweise, Erkenntnis und (Selbst-) Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit

Die Belohnung für harte Trainingsarbeit und gezieltes Training sind neben Effizienz und einem starken Kopf dann vielleicht auch immer wieder mal „freie“ Läufe, die dynamisch, flott, kraftvoll und voller Energie gemeistert werden können, so wie es in diesem Video so schön dargestellt wird. Auch um einfach grundsätzlich schneller laufen zu können, ist ein geplantes Lauftraining mit Sicherheit sinnvoll.

Wer sagt, dass man im Rahmen eines geplanten Lauftrainings nicht in den Genuss von Freiheit und Lifestyle kommt?

Geplantes Training schließt den Kick des freien Laufens nicht aus, ganz im Gegenteil. Ein Großteil von richtig geplanten Lauftraining wird grundsätzlich im Wohlfühltempo durchgeführt, wohlgemerkt mit der kleinen Einschränkung, dass das Timing zwischen den Laufeinheiten einem durchdachten Konzept entspricht und gezielte Leistungsspitzen enthält. Im Fachjargon nennt man das die Ausnutzung der Superkompensation. Also macht es neben Umfang und dosierter Intensität auch das richtige Timing aus. Ein dynamischer Mix aus deutlichen Impulsen mit der richtigen Pausengestaltung dazwischen bewirkt bereits in absehbarer Zeit wahre Wunder. Die Beine werden stetig flotter, die lockeren Lauftrainings immer leichtfüßiger und die daraus entstehende Motivation durch das persönliche Erfolgserlebnis immer größer. Denn jetzt sind wir in dieser schönen produktiven Aufwärtsspirale des Laufsports.

#beatyesterday

Irgendwo im Internet kursiert das Hashtag #beatyesterday. Das trifft hier besonders gut zu. Geplantes Lauftraining macht es möglich, dass wir unser gestriges ICH von Mal zu Mal ein klein wenig besiegen können. Das gelingt in der Praxis natürlich nicht immer, aber in absehbaren Zeitabständen immer wieder. Nichts kann für viele Sportler/innen wohl schöner und motivierender sein, als sich auf die nächste persönliche Challenge vorzubereiten.


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