Nico Langmann hat die Zeit der Ausgangsbeschränkung im Rahmen der Covid19-Maßnahmen gut genützt. „Als bekannt wurde, dass es Ausgangsbeschränkungen geben wird, bin ich zu einem großen Sportartikelhändler gefahren und habe noch einmal ordentlich eingekauft: Hanteln, Gewichte, Ergometer“, erzählt die rot-weiß-rote Nummer 1.
Abbildung: © Österreichisches Paralympisches Committee
Nico Langmann: „Ich kann viel von Dominic Thiem lernen!“
„Unser Wohnzimmer war fast nur mehr Trainingsraum, was meine Mutter nicht wirklich happy gemacht hat“, lacht Langmann, der in den eigenen vier Wänden auch tennis-spezifische Übungen eingebaut hat. „Es geht ja beim Tennis auch um die Koordination, deshalb habe ich Jonglieren gelernt.“
Seit 20. April 2020 darf Nico Langmann wieder am Platz trainieren. „Ich spüre immer noch den Muskelkater vom ersten Tag, mal schauen, wie lange das noch anhält.“, so der paralympische Sportler. Ähnlich ging es Dominic Thiem, der mit Langmann in der gleichen Trainingsgruppe, betreut von Wolfgang Thiem, trainiert und schon seit einigen Jahren gut befreundet ist. Also bestritten die beiden in der Südstadt auch gemeinsam den Wings for Life World Run, mit mehr als 77.000 Menschen weltweit. „Es war ein cooles Erlebnis, mit Dominic bei dem Lauf teilzunehmen und Teil dieses coolen Events zu sein.“ Natürlich blieb bei den vielen Runden auf der Laufbahn auch Zeit, um sich über das Tennis, den Sport und die Liebe zum Spiel zu unterhalten.
Was kann sich Nico Langmann, der sich unbedingt für die Paralympischen Sommerspiele in Tokyo qualifizieren möchte, von Dominic Thiem abschauen? „Ich kann unglaublich viel von ihm lernen, er ist immerhin die Nummer 3 der ATP-Tour und Tennis ist Tennis. Der Ball spürt nicht, ob ich sitze oder stehe.“
Und so wurden es am Ende 8,52 Kilometer für das große Ziel, Querschnittlähmung eines Tages heilbar zu machen.